Agrar- und Lebensmittelwirtschaft
AgriFoodLoop erfasst, bewertet und optimiert Nebenstoffströme — mit Digitalen Zwillingen, KI und einem DPP-kompatiblen Datenmodell. Für Betriebe, die 2027 vorbereitet sein wollen.
21 assoziierte Partner aus Agrar-, Lebensmittel- und Technologiebranche.
Ab 2027 ist der Digitale Produktpass (DPP) EU-weit verpflichtend — auch für Nebenströme in der Lebensmittelverarbeitung. Unternehmen, die heute keine Dateninfrastruktur aufbauen, bauen sie unter Zeitdruck. AgriFoodLoop implementiert das DPP-kompatible Datenmodell von Beginn an und bringt seine Erweiterungen für biologische Reststoffe aktiv in europäische Standardisierungsprozesse ein (CIRPASS, DIN/ISO TC 347).
Eine offene, diskriminierungsfreie und interoperable Plattform – gebaut auf moderner Vier-Schichten-Architektur.
In der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft fehlen heute die digitalen Werkzeuge, um Nebenstoffströme systematisch zu erfassen und zu bewerten. Die IT-Landschaft der Branche ist fragmentiert, Datenstandards fehlen, und es gibt kaum Entscheidungsunterstützung, die Produzenten, Verarbeiter und Verwerter miteinander verbindet. AgriFoodLoop schließt diese Lücke — mit einer offenen, interoperablen Plattform auf vier technologischen Säulen.
Wir bilden reale Stoffstromsysteme als vernetzte digitale Modelle ab, die über lineare Prozessketten hinausgehen und echte Kreislaufstrukturen simulieren und optimieren.
Wir nutzen Machine Learning und erklärbare KI (XAI), um Prognose-, Klassifikations- und Optimierungsverfahren für biologische Reststoffe bereitzustellen.
Die Plattform basiert auf einem standardisierten, EU-Digital-Product-Passport (DPP) kompatiblen Datenmodell für maximale Interoperabilität zwischen allen Akteuren der Wertschöpfungskette.
Der Kern der Software ist Open Source (Apache 2.0), um eine breite Nutzung und Transparenz zu gewährleisten – und ein nachhaltiges Ökosystem rund um die Plattform aufzubauen.
Die Plattform ist von Beginn an auf mehrere Stoffströme ausgelegt. Zwei Anwendungsfälle sind bereits im Betrieb erprobt — mit realen Industriepartnern, echten Prozessdaten und messbaren Ergebnissen.
AgriFoodLoop schafft messbaren wirtschaftlichen Mehrwert auf der Mikro- und Makroebene.
Nebenstoffströme sind kein Abfallproblem — sie sind ein Liquiditätsproblem. Wer heute Prozesswasser einleitet, Treber entsorgt oder Molke vergärt, zahlt für etwas, das Wert hat. AgriFoodLoop macht diesen Wert sicht- und steuerbar — mit Daten, nicht mit Versprechen.
Wasser jährlich einsparbar allein in der Kartoffelverarbeitung.
Potenzial durch Proteingewinnung aus Fruchtwasser — pro Werk und Jahr.
Modellrechnung auf Basis von Pilotdaten aus der Fruchtsaftverarbeitung (A. Dohrn & A. Timm, 2025)
Übertragbar auf Molkereien (Molkenpermeat), Bäckereien (Altbrot) und weitere Sektoren der Lebensmittelverarbeitung.
Gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des GreenTech Innovationswettbewerbs (Förderkennzeichen: 01MK2412).
AgriFoodLoop verbindet Plattformarchitektur, KI-Forschung, Biotechnologie und Industriepraxis — von der Pilotanlage bis zum internationalen Standard.
Konsortialführung, Plattformentwicklung und Standardisierung.
Entwicklung der KI-Modelle, digitalen Zwillinge und des Datenmodells.
Stakeholder-Analyse, Algenkultivierung und Praxiserprobung.
Photobioreaktortechnologie — verbindet digitale Plattform mit physischer Algenkultivierung vor Ort. Messel, Hessen.
A. Dohrn & A. Timm sowie Kontor N stellen die Pilotstandorte und Prozessdaten bereit.
Assoziierte Partner unterstützen den Transfer in den Markt — darunter DLG, Gemüsering, German Agribusiness Alliance und weitere Organisationen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Sprechen Sie uns an — wir zeigen Ihnen, welches wirtschaftliche Potenzial in Ihren Nebenprodukten steckt. Ob als Pilotpartner, Forschungskooperation oder assoziierter Partner: Der Zeitpunkt ist jetzt.